Lustige Liste

Dinge, die ich schon immer mal (bewusst oder unbewusst) machen wollte.

Es gibt Dinge, die ich mich nie getraut habe, fuer die ich Ausreden erfunden habe (nicht begabt genug, nicht genug Geduld).

Ob ich die Dinge irgendwann in Angriff nehme, weiss ich nicht.

Die Liste soll mir jedoch dabei helfen, mir bewusst zu werden, dass es Dinge gibt, die mich interessieren. Und die irgendwann vielleicht mein Leben bereichern werden.

  • Zeichnen (als Kind / Teenager habe ich gerne in der Schule gemalt. Irgendwann habe ich es bleiben lassen. Jungs und Alkohol waren wichtiger) -> hat sich die letzten Jahre evtl. durch das fotografieren wieder bemerkbar gemacht. Dinge und Momente mit der Kamera festhalten, evtl. mit einem Programm veraendern / zu ‘Kunst’ verarbeiten.           Am 15.09.11 Buntsstifte, Farbmalkasten und Block gekauft. Ein Anfang.                                                                                           Bis 03.12.11 nicht sonderlich viel damit gemacht, ausser an den gebastelten Adventskalndern rumzumalen
  • Schreiben (als Kind habe ich gerne Aufsaetze geschrieben. Irgendwann auch mal eine Kurzgeschichte, die mich heute sehr an den Hobbit erinnert, obwohl ich den damals noch nicht gelesen hatte. Aufgegeben aus demselben Grund wie das malen, denke ich) -> ueber die letzten 7 Jahre bin ich vom Stotterbloggen ueber Fotobloggen zum Gefuehl & Fotobloggen uebergangen. Dinge, die ich jetzt schreibe, haben etwas mehr Hand und Fuss. Sie sind lesbarer, verstaendlicher. Sei es Englisch oder Deutsch. Die Lust zum schreiben ist wieder erwacht.
  • Stricken & Haekeln (mit 2 Strick’monstern’ wie meiner Mutter und meiner Oma in der Familie, wie haette ich da auf einen gruenen Zweig kommen koennen. Kritik konnte ich nie gut vertragen und liebevolle Kritik gab’s bei uns nicht. Imho, erste Gehversuche zum scheitern verurteilt und das Interesse als ‘unbegabt’ abgehakt)                                                      Am 14. Sept 2011: Das obige Urteil ueber meine Oma und Mutter war vielleicht etwas zu hart. Meine Mutter hat mir wirklich geduldig und lieb die ersten Gehversuche wieder beigebracht. Meine Freundin hat mir erzaehlt, dass wir frueher (Grundschule) zusammen gestrickt haben und meine Oma uns Wolle gegeben hat.
  • Naehen (siehe oben. Erste Versuche mit der Naehmaschine endeten damit, dass der Faden sich schon verknotet hat, bevor ich die Maschine angefasst habe. Als Kind wollte ich einmal einen Lederbeutel naehen. Habe mir aus einem Ledergeschaeft sogar Lederreste besorgt. Es blieb beim Versuch. Warum ich meine Mutter oder Oma nicht um Hilfe gebeten habe ist fraglich. Oder vielleicht auch nicht. Ich war mir wahrscheinlich sicher, dass sie die Idee fuer verrueckt erklaert haetten und die Umsetzung fuer schwer bis unmoeglich, weil man dazu bestimmte Nadeln braucht?)                                                                                                                                                                                                                         Bis 03.12.11 ein paar Versuche mit mehr oder weniger Erfolg durchgefuehrt. Ein Sofakissenbezug und diverse Sachen zusammengenaeht
  • Bogenschiessen (nie die Gelegenheit dazu gehabt, irgendwann vielleicht. Ich kann mich an ein Fantasy fest erinnern (oder war es ein ‘Erlebniswochenende / Ueberlebenstraining’ mit Hardo?) bei dem ich mal Bogenschiessen ausprobiert habe.)
  • Schnitzen (an sich kein Grund vorhanden, warum nicht. Versuche mit Linoleum und einem Schnitzmesser in Erinnerung. Wahrscheinlich aus der Schule. Wahrscheinlich fuer nicht gut genug befunden und aufgegeben)
  • Basteln (siehe oben)
  • Wandern (dank den Hunden zumindest ab und an moeglich)                                                                                                                Seit August 2011 in Deutschland und fast jeden Tag zumindest ein paar Kilometer unterwegs in Wald und Flur.
  • Laufen (mein Traum war seit einigen Jahren, iregndwann einen Marathon zu laufen. Meine Ausrede ist immer wieder entweder ein Umzug / Ortswechsel, Krankheit oder Rueckenschmerzen)
  • Drachenfliegen (zu feige)
  • Reisen und Leute fotografieren / Fotobuch erstellen (zu feige / Angst vor Erfolg?)
  • Yoga zu viel Angst, doof auszusehen, mangelnde Geduld. Habe ein paar Figuren im Internet gesammelt. Ausdrucken und ueben. Es gibt keinen Grund dagegen.                                                                                                                              Am 15.09.11 ein Yogabuch gekauft, die Einleitung gelesen und heute 17.09. werde ich mit den ersten Uebungen anfangen. Was mit bei der Einleitung schon gut gefallen hat, war der Kommentar, dass man Yoga einfach machen soll und es piepegal ist, wie man dabei aussieht. Die abgebildeten Haltungen waeren halt die optimalen Haltungen und nicht Anfaengerhaltungen. Das motiviert.                                                                                                                                               Bis 03.12.11 nichts mehr gemacht, Buch hab ich aber in Kuwait dabei
  • Tai Chi (fehlende Lehrer -> es gibt YouTube Videos habe ich die Tage festgestellt. Da werde ich mal rein schaun)      Buch gekauft und mit nach Kuwait genommen, noch nix gemacht -> 03.12.11
  • Trommeln (kein Grund, warum nicht)

 

Paint it orange -cloudy lake sunset postcard

 

Suchend

Wo faengt jemand an, den von Unkraut und Gebuesch ueberwucherten Pfad zu suchen? Vor allem,wenn man sich grade in einer Ecke des Globus aufhaelt, wo es an jeder Ecke mit Baulaerm und Autos droehnt, es kaum Natur gibt und die Straende mit Muell zugepflastert sind?

Zu allem Ueberfluss bin ich nun mal kein Mensch, der sich an Regeln halten kann, der Ritualen viel beachtung schenkt oder sich an ‘Feiertage’ haelt.

Ich hab mir schon immer die Dinge aus verschiedenen Ecken zusammengesucht, die mir als Kleidungsstuecke fuer die Seele gepasst haben. Nun muss ich tief in der Altkleiderkiste wuehlen, damit meiner Seele wieder warm wird.

Die letzten Tage habe ich im Internet gestoebert, weiter meinen ‘Artist’s way’ gelesen. Letzteres wirklich im Moment ein aufmunternder, motivierender Balsam fuer die Seele. Ich mache die Wochenprogramme im Moment nicht. Zu viel in meiner Vergangenheit ist verschuettet und muss ganzganz muehsam ausgegraben werden.Vieles werde ich wohl nur mit Hilfe meiner Freundin und meiner Mama irgendwann bei einem Glas Wein ausgraben. Wenn ich denn mal wieder dort bin und wir gemuetlich zusammen sitzen koennen. Nein, im Moment lese ich das Buch einfach nur und spaeter werde ich die Kapitel noch einmal richtig durcharbeiten.

Es ist ein Anfang.

Kreative Anfaelle jucken auch in den Fingerspitzen und wollen raus. Gestern habe ich ein krummes Pentagram aus Draht gemacht, das wollte aus irgendeinem Grund unbedingt gmacht werden ;) Nun haengt’s an meinem Fenster and der Efeutute und laesst mich grinsen :)

Auf den Spaziergaengen mit den Hunden (so kurz wie sie sind), finde ich im Moment wieder jedes Mal mindestens eine Murmel. Ich weiss immernoch nicht, ob Murmeln in meiner Vergangenheit eine Rolle gespielt haben. Meine Mutter kann sich an niemanden in der Verwandtschaft (und die ist ja nicht so gross, jedenfalls die,mit der wir was zu tun hatten) erinnern, der mir Murmeln geschenkt haette. Aber ihr Gedaechtnis ist glaube ich in manchen Dingen genauso auf Verdraengen geschaltet, wie meins. Ich hatte als Kind Murmeln. Das weiss ich. Einige hab ich mir selbst gekauft. Das kam mir grade so in den Sinn. Aber irgendwann hab ich mal angefangen. Und ich kann mich noch an eine fette, dicke Murmel erinnern. Seufz. Egal. Irgendwann werd ich mich wohl erinnern.

Zurueck zum Weg. Der Anfang ist gemacht. Solange ich nicht wieder ‘verdraengen’ spiele oder meine Ideen und Gefuehle ins Gefrierfach packe, wird sich der Rest schon finden. Irgendwann ;) .

 

Tree alley in Hungary postcard

Erwachen

Was hat mich diesmal aus meinem Schlaf geruettelt? An meinem Unterbewusstsein hat es schon sei Monaten genagt. An sich seit ich von dem Buch ‘The Artist’s way‘ gelesen habe und es ein paar Tage spaeter in den Haenden hatte. Fertig bin ich damit noch nicht. Es ist nicht so einfach zu verdauendes Futter und man muss sich mit sich selbst beschaeftigen. Etwas, das ich an sich sehr gerne vermeide. Unbewusst natuerlich ;)

Und dann bin ich am Montag am Flughafen ueber ein Buch gestolpert. ‘A discovery of Witches‘. Ich hab nicht mal gross gelesen worum es ging. Es hat an meinen Fingern geklebt. Montag mit lesen angefangen und Donnerstag, 590 Seiten spaeter, fertig gelesen. Und den Pfad wieder vor Augen. Es war an sich ja nur ein Fantasy Buch. Es hat allerdings alte, begrabene Fragen wieder an die Oberflaeche gebracht und nun wollen sie nicht wieder weggehen. Warum auch.

Ich denke, der Zeit des Dornroeschenschlafs ist vorbei und es ist Zeit, dass ich wieder ich werde. Nicht, das mich irgendwer ausser ich selbst davon abgehalten haette. Wie immer. Seufz ;)

 

Tree of Life print